LiPlan: Fachliche Voraussetzungen und Abhängigkeiten
Notwendige Stammdaten
Jeder LiPlan braucht eine Strukturierung sowie ein erfasstes Budget. Der LiPlan ist unabhängig der eingestellten Perioden des Finanzjahres. Beispiel: Finanzjahr mit Quartalen, LiPlan nach Monaten. Konten klar unterscheiden:
- Liquiditätswirksame, d.h.beim Einrichten des Kontenplanes liquiditätswirksame von
- Nicht-liquiditätswirksamen Konten (Bildung und Auflösung von Abgrenzungen mit separaten Konten, indirekte Abschreibungskonten in den Aktiven usw.).
- Sonderfall Direkte Abschreibung: Sie können durchaus mit der sog. direkten Abschreibungsmethode arbeiten, indem Siedie Abschreibungskonten als Korrekturen in die Strukturierung aufnehmen.
Buchungssystematik
- Beim Buchen ist darauf zu achten, dass auf liquiditätswirksame Konten letztlich nur liquditätswirksame Geschäftsvorfälle gebucht werden (Buchungen, die über Geldkonten und über die Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung verbucht werden).
- Investitionen sind von den Abschreibungsbuchungen strikte trennen (auch hier beim Einrichten des Kontenplanes nach der Methode der indirekten Abschreibungskonten vorgehen).
Debitoren + Kreditoren
Nutzen Sie vor allem die Debitoren- und Kreditorenbuchhaltungen. Über sie sollen die meisten Belege und Bestellbelege abgewickelt werden. Das erhöht nachgewiesenermassen die Automatismen. Beachten: Vor dem Erstellen des LiPlanes müssen die Debitoren- und Kreditoren in der Fibu verbucht sein. Die Zu- und Abnahmen der Bestände werden im LiPlan berücksichtigt, weil die Ist-Zahlen (Umsätze, Kosten, Investitionen) eingebucht sind, die um die Zu- und Abnahmen aus Liquiditätssicht korrigiert werden. Die Debitoren + Kreditoren müssen vor dem Erstellen des LiPlanes verbucht sein. Bedeutung:
- Debitorenzunahmen werden in der Struktureigenschaft mit "Minus" erfasst, weil eine Zunahme an Forderungen zu weniger Liquidität, eine Abnahmen hingegen zu einer Liquiditätszunahme führt.
- Kreditorenzunahmen werden in der Struktureingeschaft ohne einen Eintrag versehen, weil eine Zunahme an Schulden zu weniger Ausgaben, eine Abnahme der Schulden hingegen zu mehr Ausgaben führt.
Kapital und Schulden
Da die Kapitalzuflüsse wie auch der Schuldenzugang Haben-Buchungen sind, sind sie in der Buchhaltung systembedingt mit Minus abgelegt, was durch eine Vorzeichenkehrung wieder umgekehrt werden kann ("Minus mal Minus ergibt Plus").
Wertschriften
Es ist zu empfehlen, die Wertschriften aus der Veränderung der Liquiden Mittel zu nehmen und sie nicht unter den Flüssigen Mitteln, sondern z.B. als Übrige Guthaben zu führen.
Sozialabrechnungskonten
Sozialabrechnungskonten in den Passiven: Sofern aus der Salärbuchhaltung die Personalkosten und damit die Sozialaufwändungen übernommen und die Sozialverpflichtungen passivisch abgegrenzt werden (was aus unserer Sicht zu empfehlen ist), dann sind an sich die Sozialaufwände so nicht liquiditätswirksam. Aus diesem Grund sind die passiven Abgrenzungskonten in die Struktur miteinzubeziehen (und deshalb auf diesen auch entsprechende Budgetzahlen zu erfassen).
Kreditlimiten
Falls Kreditlimiten auch berücksichtigt werden müssen, dann sind sie als ausserbuchhalterische Konten z.B. im 9000-er Kreis aufzunehmen und dort mittels Buchungsvorgänge einzustellen.
Betrachtungszeitraum
Der Betrachtungszeitraum spielt eine wesentliche Rolle. Daten vor oder nach dem eingestellten Start- und Enddatum werden mit Werte überschreiben nicht verändert. Demnach ist das Festlegen dieser Periode wichtig. Bedeutung:
- Beginndatum plus Anzahl Periode ist der Betrachtungszeitraum der Liquiditätsentwicklung, also beispielsweise vom 01.01.2014 bis 31.12.2014.
- Stichdatum, z.B. 01.02.2014: ab diesem Datum wird die Liquidität geplant ("was sein wird" = Zukunft = Beginn der Planperioden). Vor diesem Datum werden die Ist-Zahlen im Sinne der Geldflussrechnung dargestellt ("was war" = Vergangenheit).