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    Carnet ATA

    Wenn das Auftragsdossier in der Bezeichnung "Carnet" enthält, dann wird automatisch der Belegzeilentyp "Carnet ATA" vorgeschlagen.

    Belegzeilen-Input:

    Klick auf blauen Belegzeilen-Titel Normale Belegzeile -> Carnet

    Klick auf "Carnet" -> Zurück zur "Normalen Belegzeile":

    Kennzeichnung im Register Belegzeilen des Beleges:

    Grundsätzlich:

    • Die Carnet ATA werden grundsätzlich in einem (oder bei grösseren Kunden in mehreren) Auftragsdossier mit der Bezeichnung "Carnet" gehalten und immer in der Belegart Lieferschein geführt.

    • Hat der Kunde eine sog. Sammelbürgschaft, wird der Sammelbürgschaftsbetrag im Dossier im Feld 6 nachgeführt. Falls es sich um Einzelbürgschaften handelt, werden die Bürgschaftsbeträge nicht im Dossier, sondern "nur" auf den Belegzeilen nachgeführt. Sammel- und Einzelbürgschaften müssen in separaten Auftragsdossiers geführt werden.

    • Die erstellten Carnets (Lieferscheine) werden an die Kunden mittels Rechnungen fakturiert. In der Rechnung wird anschliessend nur noch der Zahlungsverkehr und mahnspezifische Informationen hinterlegt. Das Nachführen weiterer Prozessvorgänge nach Erstellung der Rechnung erfolgt immer auf den Lieferscheinen.

    • In den Datumsfeldern kann mit CTRL+D das Tagesdatum gesetzt werden. Das eingegangene Gesuch um Unterzeichnung eines bereits ausgefüllten Carnets für die zollfreie Über- und Rückführung von Waren - z.B. für Demo-Zwecke anlässlich von Ausstellungen im Ausland - wird auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Sobald die Kaution (mit Geldverkehr) oder die Bürgschaft/Bankgarantie (ohne Geldverkehr) im Umfang von 20 % des Warenwertes (30 % für Nicht-HIV-Mitglieder) auf das eigens für Kautionen zur Verfügung stehende Postcheckkonto oder bar einbezahlt worden ist bzw. die Bürgschaftspapiere vorliegen, wird die Handelskammer aktiv, erstellt via die Belegart Lieferschein das Carnet, wandelt den Lieferschein in eine Rechnung (oder in speziellen Fällen Ende Monat in eine Sammelrechnung) um und überstellt das Carnet mitsamt Rechnung dem Kunden per Post oder am Schalter. Die Kautionen werden in bossERP über den im Standard vorhandenen Vorauszahlungsmechanismus abgewickelt. Details siehe Buchungssystematik Kaution. Die %-Sätze für Mitglieder und Nicht-Mitglieder sind in den individuellen Adressen, im Register Freie Felder, Feld 60, hinterlegt und werden beim Erfassen automatisch von dort gezogen. Die Arten von Carnets mit ihren Folgeartikeln sind eigentliche Artikel im Artikelstamm und werden dort gepflegt. Details siehe Artikelaufbau HIV für Carnet-ATA. Es sind auch Barkautionen am Schalter oder Checküberweisungen oder Credit-Card-Zahlungen möglich. Die Carnet-Nummernvergabe erfolgt durch bossERP ab einer bestimmten Nummer, mit Präfix BE/2007/…, was im Numerator hinterlegt ist. Der Numerator ist somit jährlich neu zu stellen. Nach Ablauf bzw. Rücksendung des Carnets an die Handelskammer des HIV wird

    • die Bürgschaft + das Carnet zurückgestempelt/zurückgeschickt und/oder

    • die Kaution via Kreditoren oder

    • bar am Schalter zurückbezahlt . Die Abstempelung wird auf den Belegzeilen des ursprünglichen Lieferscheines im System laufend nachgeführt. Bei erfolgten Credit-Card-Zahlungen erfolgt bei der Rückzahlung der Kaution ein Abzug der Credit-Card-Kommission, sofern die Rückzahlung auf ein Konto erfolgt (nicht aber, wenn die Rückzahlung via Credit-Card geschieht). Es sind auch Einzel- oder Sammelbürgschaften möglich. Eine Sammelbürgschaftslimite gilt für mehrere Carnets, welche diese Sammelbürgschaften beanspruchen. Es ist in solchen Fällen auf der Belegzeile des Carnets der jeweilige noch offene Bürgschaftsbetrag ersichtlich. Geht dieser gegen "Null" oder unterschreitet er das Limit (wird in rot dargestellt), muss eine Nachdeckung einverlangt werden. Es gibt eine Reihe von Informationen zur Kaution/Bürgschaft, die hinterlegt sind. Siehe dazu das Kapitel Erfassen von Carnet ATA. Im Standard von bossERP werden die Aufträge in Dossiers gehalten. Es zeigt sich, dass die unterschiedlichen Prozesse und Anforderungen von Beglaubigungen und Carnets mindestens 2 Dossiers notwendig machen, um die beiden Geschäftsfälle auseinander zu halten und zu reporten. Aufgrund dieser Konstellation ist es nicht möglich, Beglaubigungen und Carnets-Gebührenverrechnungen auf derselben Rechnung zu haben; sie werden in 2 getrennten Lieferscheinen erfasst und somit in 2 getrennten Rechnungen fakturiert. Einzel- und Sammelbürgschaften sind ebenfalls in separaten Auftragsdossiers zu verwalten. Besonderheit für das Abfüllen des Feldes "Art" im Bereich "Bankkaution ohne Geldverkehr":

    • Um den Prozess bei der Erfassung von Lieferscheinen zu beschleunigen und zu automatisieren kann im Auftragsdossier das Freie Feld 30 gefüllt werden, so dass dieser Inhalt das Feld "Art" im Bereich "Bankkaution ohne Geldverkehr" (unabhängig der allenfalls hinterlegten Auswahlliste) füllt.

    • In der Administrationseinstellung "Freie Felder und Register" wird

    • unter Auftragsdossiers zu diesem Zweck das Freie Feld 30 umbenannt in "Art der Bankkaution ohne Geld" (oder ähnlich);

    • In die Auswahlliste wird "Einzelkaution" und "Sammelkaution" eingetragen und die Checkbox "Andere Werte zulassen" gesetzt (letzteres, weil man im Freien Feld 30 des Auftragsdossiers einen von der Auswahlliste abweichenden Eintrag zulassen kann). Bei der Verwaltung von Bürgschaften ist folgendes zu beachten:

    • Im Falle einer Sammelbürgschaft erscheinen auf den Einzelpositionen verschiedene zusätzliche Informationen: wie hoch der Betrag für den zu deckenden Fall ausfällt, wie hoch die Sammelbürgschaft als Ganzes ist, wie hoch sich die Gesamtbeanspruchung beläuft und wie hoch der noch nicht beanspruchte Betrag ist.

    • Unterdeckungen werden rot angezeigt, um Nachdeckungen verlangen zu können.

    • Die Rückgabe von Carnets kann

    • entweder manuell (Carnet-Rückgabedatum und -Status)

    • oder elektronisch erfolgen. Mit dem Einlesen eines Accuantum-Abgleichdokumentes wird das Carnet-Rückgabedatum und der Rückgabe-Status auf das zurückgegebene Carnet gesetzt.

    • Carnets haben ein Verfalldatum, d.h. sie gelten für 1 Jahr. Nach Ablauf müssen sie an die Handelskammer zurückgegeben werden. Es werden 2 Rückgabe-Erinnerungen im Sinne von "Mahnungen" erstellt. Anhand von Suchstrings werden in bossERP die zu mahnenden Carnets gesucht. Das Mahnschreiben wird auf Basis der Belegzeile in bossERP ausgedruckt, das Mahndatum ist manuell auf der Belegzeile des Carnets resp. Lieferscheines nachzutragen. 2 Monate resp. 1 Monat vor Ablauf des Carnets werden die Inhaber gemahnt. Weitere Erinnerung gibt es nicht. Es wird 1x im Monat gemahnt.

    • Carnets können durch Anschlusscarnets ersetzt werden; sie tragen jeweils eine neue Carnet-Nummer. Zwischen den Ursprungscarnets und diesen Anschlusscarnets müssen zur Rückverfolgung Verknüpfungen bestehen.

    • Verlorene Carnets werden durch Duplikate mit gleichen Carnetnummern ersetzt, d.h. die Belegzeile wird quasi dupliziert; fakturiert werden aber nur die Duplikatskosten. Zwischen den Ursprungscarnets und diesen Duplikaten müssen zur Rückverfolgung Verknüpfungen bestehen. Falls Porti und Expressgebühren verrechnet werden, sind diese als zusätzliche Belegzeilen zu erfassen.

    • Hinweis der Handelskammer dazu: Das Duplikat sollte das gleiche Carnet bleiben und sollte in derselben Maske ersichtlich sein. Hinweis von bossinfo.com dazu: eigentlich sollte man das ursprüngliche Carnet duplizieren und eine Folgenummer verwenden (z.B. mit Präfix "-2"), wobei die bereits fakturierte Belegzeile mit der gestellten Checkbox "Nicht auf Beleg" versehen wird (d.h. die Zeile bleibt intern sichtbar, wird aber nicht ausgedruckt und nicht mehr fakturiert).

    • Streitfälle können entstehen, wenn z.B. bei der Wiederausfuhr die Zoll-Abstempelung unterblieb. Dazu werden Stati und Bemerkungen für die Weiterverfolgung gesetzt. Die Bearbeitung solcher Fälle geschieht via Alliance. Solange Streitfälle bestehen, werden Kautionen eventuell zurückbezahlt; sie dienen für die Deckung allfälliger weiterer Kosten (Prozesse, eingeforderte Steuern usw.). Die Kautionen werden nicht in jedem Fall zurückbehalten; es sind auch Teilrückzahlungen möglich.

    Information

    Hinweis: In der Inputform der Belegzeile klickt man sich auf die richtigen Belegzeilen-Seiten durch (mit Klick auf "Normale Belegzeile" gelangt man zur "Beglaubigung", mit Klick auf "Beglaubigung" gelangt man zum "Carnet ATA" und wieder zurück).

    Das Handling für die Eingabe und Verwaltung finden Sie unter Erfassen von Carnet ATA.

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