Sonderfälle Mwst
Rundung der Mwst-Beträge in der Fibu
In der Erfassungsmaske werden in den Feldern rappengenaue Beträge eingesetzt. Falls gewünscht, können die automatisch errechneten, genauen Mwst-Beträge manuell überschrieben werden. Hinweis zu den Rundungen in den Debitoren und Kreditoren Die Debitorenrechnungen werden gemäss den Rundungsregeln der Belegzeilen behandelt. Die Kreditorenbelege werden rappengenau berechnet und können in den Belegzeilen manuell übersteuert werden.
Zum Verhalten bei Betragsänderungen
Wenn zuerst der Netto-Betrag und anschliessend der Mwst-Code eingetragen werden, dann wird der eingetragene Wert des Nettobetrages zum Brutto-Betrag und der Netto-Betrag um den Mwst-Betrag reduziert. Wenn zuerst der Brutto-Betrag und anschliessend der Mwst-Code eingetragen wird, dann wird ebenfalls der um den Mwst-Betrag reduzierte Netto-Betrag errechnet. Aufgepasst, weil unüblich und heikel (und nur in ausserordentlichen Ausnahmefällen anwendbar): Wenn der Mwst-Betrag geändert bzw. aus irgendwelchen Gründen übersteuert werden muss, dann sind zuerst der Netto-Betrag und dann der Mwst-Betrag einzusetzen; daraus rechnet sich der Brutto-Betrag.
Buchung von 100 % Mehrwertsteuer
Der zu buchende Betrag ist in sich 100 % Mehrwertsteuer (z.B. Rechnung der Speditionsunternehmung): Es wird
- im Soll direkt das Mwst-Konto eingetragen (z.B. 1171 = Vorsteuerkonto),
- im Haben wird das übliche Gegenkonto (z.B. Bank) gesetzt.
- Dann wird im Feld Mwst-Code der 100-%-Code eingetragen. Das führt dazu, dass das Feld Netto-Betrag Null und der Brutto-Betrag die Mwst erhält (weil direkt auf das Vorsteuerkonto 1171 gebucht wird). Die Mwst-Abrechnung berücksichtigt solche direkten Buchungen. Eine solche Erfassung kann gleichlautend auch in der Kreditoren-Belegzeile (z.B. für Einfuhrsteuer-Rechnungen) gemacht werden. Siehe dazu die Bemerkungen zur 100-%- Einfuhrsteuer.